Projekte
Das ist geplant

Zur Entwicklung des Sisslerfelds wurden diverse Projekte durchgeführt oder stehen in der Zukunft an. Auf dieser Seite werden diese Projekte genauer erläutert.

Südspange

Eine neue Verbindung für Bus und Velo: Für Unternehmensansiedlungen ist es wichtig, dass bei einem Standortentscheid rasch die Umsetzung beginnt. Dafür muss unter anderem die Verkehrserschliessung sichergestellt sein, insbesondere mit dem öffentlichen Verkehr. Mit der sogenannten «Südspange» entsteht eine zusätzliche Verbindung im Sisslerfeld und die südöstliche Arbeitszone ist «bereit», wenn Unternehmen hier investieren wollen.

Verkehrskonzept

Der Verkehr ist ein wichtiges Thema in der Entwicklung des Sisslerfelds. Dabei wird unterschieden zwischen dem Verkehr, der mit den Planungen im Sisslerfeld auch beeinflusst werden kann und dem, der auf einer höheren Ebene koordiniert werden muss. Mit dem Verkehrskonzept wird die Verkehrserzeugung im Sisslerfeld beeinflusst und an die Entwicklung angepasst. Damit sollen verschiedene Ziele umgesetzt werden: Das Sisslerfeld soll erreichbar bleiben, das Angebot für den öffentlichen Verkehr und den Veloverkehr soll verbessert werden, die Ortszentren sollen als attraktive Lebensräume erhalten bleiben.

  • Was ist der Durchgangsverkehr und wieso ist er so stark im Sisslerfeld?

    Ein wichtiger Teil des Verkehrs heute macht der sogenannte Durchgangsverkehr aus. Das ist der Verkehr, der durch das Sisslerfeld fliesst, aber weder hier beginnt noch hier endet. Ein Auto, das beispielsweise von Frick durch das Sisslerfeld und Bad Säckingen in den Schwarzwald fährt, ist Durchgangsverkehr. Der Anteil des Durchgangsverkehrs ist im Sisslerfeld überdurchschnittlich hoch, da viel überregionaler Verkehr den Grenzübergang Stein-Säckingen passiert. Dieses Problem ist lokal im Sisslerfeld allerdings nicht zu lösen, sondern wird nun im Rahmen der Betrachtung des gesamten Verkehrs im Fricktal behandelt.

  • Wie wird erreicht, dass die Zahl der Autos ins Sisslerfeld nicht verdoppelt wird?

    Künftig sollen viel mehr Arbeitnehmende nicht mehr mit dem Auto, sondern mit dem öffentlichen Verkehr und dem Velo ins Sisslerfeld kommen. Dies wird erreicht, in dem die Verbindungen von den Bahnhöfen ins Sisslerfeld verbessert wird, zum Beispiel durch bessere Busverbindungen und sichere Velowege und Veloverleihdienste. Bereits heute arbeiten einige Firmen daran, dass ihre Arbeitnehmenden nicht mit dem Auto anreisen. Künftig ist das Ziel, dass 45% der Menschen mit dem Bus, mit dem Velo oder zu Fuss ins Sisslerfeld zur Arbeit gelangen (heute sind es bereits 30%). Das Verkehrskonzept zeigt auf, mit welchen Massnahmen dies erreicht wird.

  • Welche Massnahmen gehen aus dem Verkehrskonzept hervor?

    Das nun erarbeitete Verkehrskonzept nennt konkrete Massnahmen. Diese umfassen den Bau einer neuen Strasse «Südspange» (siehe unten), den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, den Bau von sicheren Velowegen und die Einrichtung von sogenannten Mobilitätsdrehscheiben. An diesen befinden sich die Bushaltestellen, zentrale Parkierungen für Fahrzeuge und eine attraktive Anbindung zu Fuss zum Arbeitsplatz oder zur Freizeiteinrichtung. Zudem kann das Konzept langfristig durch weitere Projekte wie eine Fussverkehrsbrücke nach Bad Säckingen oder eine Seilbahn über den Rhein ergänzt werden. Des Weiteren werden die Ortsdurchfahrten aufgewertet und die Mobilität gezielt gesteuert (Steuerung der Parkplatznutzung, Förderung zu Alternativen zum Auto etc.).

  • Was gibt es heute schon und was sind die nächsten Schritte?

    Bereits vorhandene Elemente im Sisslerfeld sind

    • Holzbrücke als Fussweg und Veloverbindung Stein - Bad Säckingen
    • Schnellzughalte in Stein und Bad Säckingen
    • Fusswege ins Sisslerfeld und zu den Arbeitsplätzen
    • Busverbindungen

     

    Als nächstes geplante Elemente sind

    • Der Bau der Südspange als Ergänzung des kommunalen Strassennetzes
    • der Ausbau Busangebot entsprechend der Nachfrage der Ausbau der Velowege

Regionaler Sachplan

Der nächste Schritt ist die Definition von Spielregeln für die Gebietsentwicklung. Die Testplanung hat Empfehlungen gemacht, worauf bei der Gebietsentwicklung zu achten ist. Diese werden nun mit dem regionalen Sachplan (rSP) in einen behördenverbindlichen Plan überführt. Der rSP hält die Spielregeln fest, nach denen die Gemeinden Eiken, Münchwilen, Sisseln und Stein das Sisslerfeld entwickeln wollen. Darin werden konkrete Ziele in den Themen «Landschaft», «Nutzung», «Mobilität» und «Versorgung und Nachhaltigkeit» und konkrete Handlungsaufträge für die folgende Phase der Umsetzung formuliert. So werden beispielsweise zur Südspange die Zuständigkeiten und die Termine für die Umsetzungsplanung festgelegt und dieser Handlungsauftrag mit anderen Aufträgen koordiniert. Das Ziel des Sachplans ist es, die Umsetzung der Gebietsentwicklung voranzubringen und die Verantwortlichkeiten sowie die Prioritäten festzulegen.

Der rSP wird voraussichtlich im Frühling 2023 zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt. Auf dieser Seite folgen weitere Informationen ab Herbst 2022.

  • Was ist ein regionaler Sachplan (rSP)?

    Der Regionale Sachplan (gemäss § 12a BauG) bietet den vier Standortgemeinden des Sisslerfelds die Möglichkeit, überkommunale und regionale Fragestellungen zu erfassen, abzustimmen und die notwendigen Massnahmen behördenverbindlich festzulegen. Grundsätzlich steht zur gemeindeübergreifenden Abstimmung der kantonale Richtplan zur Verfügung. Jedoch weist dieser für das Gebiet Sisslerfeld ein zu grobes Raster auf. Der regionale Sachplan kann als ergänzendes Instrument des kantonalen Richtplans angesehen werden, welches den kantonalen Richtplan im Gebiet Sisslerfeld präzisiert und die notwendigen Verfahrensschritte stufengerecht behandelt. Dementsprechend kann der regionale Sachplan unterschiedliche Themen enthalten, bspw. Massnahmen der Agglomerationsprogramme (z.B. Langsamverkehr), wirtschaftliche Entwicklungsgebiete (z.B. Festlegung von Industrie- und Gewerbeschwerpunkten), Verkehrsmassnahmen, Freizeitanlagen, Naherholungsgebiete, etc.

Testplanung

Mit der Testplanung wurde geprüft, wie die Leitsätze umgesetzt werden können. In einem anderthalb-jährigen Prozess sind aus der Testplanung acht Stossrichtungen für die weitere Gebietsentwicklung entstanden. 

Die Ergebnisse und die Dokumentation der Testplanung können auf dieser Seite heruntergeladen werden:

  • Was ist eine Testplanung?

    Die Testplanung ist ein informelles Planungsinstrument, bei welchem mehrere Fachplanungs- Teams über einen Zeitraum von mehreren Monaten Lösungsansätze erarbeiten, wie sich ein Gebiet bzw. Areal in Zukunft entwickeln könnte. Die Teams bestehen aus Spezialisten aus diversen Fachgebieten – darunter unter anderem Stadtplaner, Architekten, Soziologen, Landschaftsarchitekten, Ökonomen, Verkehrsplaner, Energiespezialisten, etc. Eine Testplanung charakterisiert sich als ein gemeinsamer Lernprozess mit offenem Ausgang, wobei unterschiedlichste Akteure seitens Kanton, Region, Standortgemeinden und weiteren Stakeholdern beteiligt werden. Nach Abschluss der Testplanung haben die Teams jeweils ein «Zielbild» einer möglichen Entwicklung erarbeitet. Aus diesen Zielbildern entsteht anschliessend ein abgestimmtes und detailliert beschriebenes «Synthesezielbild», als erste Grundlage für weitere Planungsprozesse.